Extreme Wetterereignisse sind längst keine Ausnahme mehr. Überschwemmungen, Starkregen, Waldbrände, Hitzewellen oder großflächige Stromausfälle treffen Kommunen in Deutschland immer häufiger und oft schneller, als viele erwarten. Was dabei immer wieder deutlich wird: Nicht nur die Naturgewalten richten Schäden an. Auch fehlende oder verspätete Informationen können Menschenleben gefährden.
Viele erinnern sich noch an die Flutkatastrophe im Ahrtal. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 verloren 136 Menschen ihr Leben, ganze Ortschaften wurden zerstört, Brücken weggerissen und Existenzen vernichtet. Fünf Jahre später ist der Wiederaufbau vielerorts noch immer nicht abgeschlossen. Die Katastrophe hat schmerzhaft gezeigt, dass Warnsysteme allein nicht ausreichen, wenn Informationen die Menschen nicht rechtzeitig erreichen.
Und das betrifft nicht nur außergewöhnliche Großereignisse. Auch ein geplatztes Wasserrohr, ein Wohnungsbrand mit starker Rauchentwicklung, ein Blackout oder ein Chemieunfall können innerhalb weniger Minuten viele Bürgerinnen und Bürger betreffen. Dann entstehen Fragen, auf die Menschen sofort Antworten brauchen:
Muss ich mein Haus verlassen? Soll ich die Fenster schließen? Ist das Trinkwasser betroffen? Welche Straßen sind gesperrt? Wo bekomme ich aktuelle Informationen?
Gerade in solchen Situationen beginnt Bevölkerungsschutz im Rathaus.
Kommunikation ist Teil des Krisenmanagements
Kommunen tragen Verantwortung – nicht nur für die Organisation von Einsatzkräften, sondern auch für eine schnelle, verlässliche und transparente Kommunikation mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Denn Unsicherheit führt schnell zu Gerüchten, Fehlinformationen und Panik.
Doch viele Informationswege stoßen im Ernstfall an ihre Grenzen. Nicht jeder verfolgt soziale Medien, lokale Nachrichten erscheinen oft zeitverzögert und Webseiten müssen aktiv aufgerufen werden. Wer nicht gezielt nach Informationen sucht, erfährt wichtige Hinweise häufig zu spät.
Genau deshalb braucht es einen Kommunikationskanal, der die Menschen unmittelbar erreicht.
Warnungen sind nur dann hilfreich, wenn sie ankommen
Deutschland verfügt heute über zahlreiche hochwertige Warnsysteme. Der Deutsche Wetterdienst informiert über Unwetter und Naturgefahren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt über NINA aktuelle Katastrophenwarnungen bereit. Nach den Erfahrungen aus dem Ahrtal wurden diese Systeme weiterentwickelt und verbessert.
Dennoch bleibt eine entscheidende Herausforderung bestehen: Die vorhandenen Informationen müssen die Menschen rechtzeitig erreichen.
Viele Warnportale bieten zwar aktuelle Daten an, doch sie setzen häufig voraus, dass Bürgerinnen und Bürger diese selbst aktiv aufrufen. Was fehlt, ist eine direkte Benachrichtigung auf das Smartphone – genau dann, wenn jede Minute zählt.
FRED bringt Warnungen direkt aufs Smartphone
Die FRED-App verbindet kommunale Informationen mit amtlichen Warnsystemen und informiert Bürgerinnen und Bürger per Push-Nachricht unmittelbar über Gefahrenlagen.
Als Basis stehen unter anderem folgende Funktionen zur Verfügung:
- Push-Nachrichten der Kommune
- Wetter- und Unwetterwarnungen
- Katastrophenwarnungen auf Grundlage der Warnsysteme des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie weiterer offizieller Datenquellen
- Übersicht aktueller und vergangener Warnmeldungen
Besonders wichtig: Kommunen müssen amtliche Warnungen nicht zusätzlich selbst veröffentlichen. Durch die Anbindung an die bestehenden Warnsysteme gelangen diese automatisch in die App. Gleichzeitig können Städte und Gemeinden die offiziellen Warnungen individuell um eigene Informationen ergänzen.
So lässt sich beispielsweise unmittelbar mitteilen, welche Ortsteile betroffen sind, wo Sandsäcke ausgegeben werden, welche Straßen gesperrt sind oder dass das Trinkwasser vorsorglich abgekocht werden sollte. Über den Gemeindeschlüssel (Eine eindeutige Kennziffer für Gemeinden. Am Beispiel 06 5 31 005 steht 06 für Hessen, 5 für den Regierungsbezirk Gießen 31 für den Landkreis Gießen und 005 für die Stadt Gießen) können solche Informationen gezielt für einzelne Orte oder ganze Landkreise ausgespielt werden.
Auch können Behörden und Institutionen Warnmeldungen eigenständig und komfortabel über die FRED-Plattform veröffentlichen und so die Bevölkerung schnell und zuverlässig erreichen (ohne auf amtliche Warnungen angewiesen zu sein, bspw. wenn ein örtlicher Brand ausgebrochen ist).
Prognosen helfen nur, wenn daraus Handlungen werden
Moderne Wettermodelle erkennen Starkregen oder Sturmereignisse oft Stunden im Voraus. Doch Prognosedaten allein schützen niemanden.
Erst wenn Warnungen verständlich kommuniziert werden und die Menschen konkrete Handlungsempfehlungen erhalten, entsteht echter Mehrwert.
Eine Kommune kann ihre Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informieren beispielsweise Fenster oder Türen zu schließen oder Hilfsangebote und Sammelstellen kommunizieren.
Aus Informationen werden konkrete Maßnahmen und genau das kann im Ernstfall entscheidend sein.
Die nächste Ausnahmesituation kommt bestimmt…
Ob die Flutkatastrophe im Ahrtal, aktuelle Waldbrände oder immer häufigere Hitzewellen – extreme Ereignisse kann niemand verhindern. Aber Kommunen können dafür sorgen, dass ihre Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informiert werden.
Eine moderne Stadt-App ist deshalb weit mehr als ein digitaler Veranstaltungskalender oder ein Bürgerservice. Sie wird in Krisenzeiten zum zentralen Kommunikationskanal zwischen Verwaltung und Bevölkerung.
… seien Sie vorbereitet!