Eine kommunale App soll für alle da sein. Deshalb wurde bei der Entwicklung der White-Label-App FRED von Anfang an auf ein barrierearmes Design und eine möglichst zugängliche Bedienung geachtet. Dabei geht es nicht nur darum, einzelne Elemente größer oder kontrastreicher darzustellen. Entscheidend ist, dass FRED mit den bereits vorhandenen Bedienhilfen des Smartphones zusammenspielt und sich an die individuellen Einstellungen der Nutzerinnen und Nutzer anpassen kann
FRED passt sich an, statt zusätzliche Einstellungen zu verlangen
Viele Smartphones bieten umfangreiche Funktionen, die Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen die Bedienung erleichtern. FRED greift auf diese Systemeinstellungen zurück und ermöglicht es, sie auch innerhalb der App zu nutzen.
Dazu gehören beispielsweise die Anpassung der Textgröße oder andere systemseitig eingestellte Anzeigeoptionen. Die App übernimmt diese Einstellungen und passt ihre Darstellung entsprechend an. Nutzerinnen und Nutzer müssen sich also nicht erst durch zusätzliche Einstellungen innerhalb der App arbeiten.
Auch gängige Screenreader wie VoiceOver auf iOS und TalkBack auf Android können mit FRED genutzt werden. Die Navigation innerhalb der App ist so aufgebaut, dass unterstützende Technologien die Inhalte und Bedienelemente erfassen und wiedergeben können.
Die Verfügbarkeit und Funktionsweise einzelner Bedienhilfen kann je nach verwendetem Smartphone, Betriebssystemversion und persönlichen Geräteeinstellungen variieren.
Das bedeutet: Die Barrierefreiheit wird nicht erst nachträglich auf die App „aufgesetzt“, sondern ist bereits Teil ihrer technischen Grundlage.
Barrierefreiheit beginnt bei der Navigation
Eine zugängliche App braucht mehr als gut lesbare Texte. Auch die Navigation muss für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen verständlich und bedienbar sein.
FRED orientiert sich deshalb an den gängigen Standards der digitalen Barrierefreiheit, insbesondere an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, den internationalen Richtlinien für barrierefreie digitale Inhalte und Anwendungen. Dabei werden unter anderem Struktur, Bedienbarkeit und die Interaktion mit unterstützenden Technologien berücksichtigt.
Die Navigation liegt dabei nicht einfach nur optisch über der App. Auch die dahinterliegende technische Struktur ist darauf ausgelegt, dass unterstützende Bedienhilfen die einzelnen Elemente erkennen und sinnvoll miteinander interagieren können.
Digitale Teilhabe von Anfang an
Barrierefreiheit ist bei FRED kein Zusatz, sondern Teil der technischen Grundlage. So entsteht eine kommunale App, die sich an die individuellen Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen und Nutzer anpasst und digitale Teilhabe für möglichst viele Menschen ermöglicht.