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FRED - der Blog

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von  Von Katharina Creß

Was macht eine Stadt-App für Jugendliche relevant?

Warum Jugendliche gezielt erreicht werden müssen

Das Smartphone ist für Jugendliche der wichtigste Zugang zur digitalen Welt. Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (JIM-Studie 2025) zeigen, dass nahezu alle Jugendlichen von 12 bis 19 Jahren ein Smartphone besitzen, während Computer oder Laptops im Alltag zunehmend an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig liegt die durchschnittliche tägliche Smartphone-Nutzungsdauer bei knapp vier Stunden und steigt mit zunehmendem Alter auf über viereinhalb Stunden täglich bei den 18- bis 19-Jährigen.

Das Smartphone dient dabei längst nicht mehr nur der Kommunikation. Es ist Informationsquelle, Organisationshilfe, Freizeitbegleiter und Zugang zu öffentlichen Angeboten zugleich. Entsprechend erwarten Jugendliche, Informationen schnell, mobil und intuitiv über Apps abrufen zu können.

Dementsprechend sollte eine Stadt-App diese Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren. Jugendliche und junge Erwachsene werden in der Produktentwicklung von kommunalen Apps oft zu wenig berücksichtigt, obwohl sie eine relevante Nutzergruppe darstellen und eigene Erwartungen an Information, Ansprache und Nutzung haben. Entscheidend ist eine Lösung, die generationsübergreifend funktioniert und dabei auch die Lebensrealität junger Menschen ernst nimmt: mobil, schnell, direkt und alltagsnah.

Die Stadt-App kann der Ort sein, an dem Jugendliche abgeholt werden, wo sie Informationen finden, die für ihren Alltag und ihre Generation von Bedeutung sind. Voraussetzung ist natürlich, dass die entsprechenden Informationen und Inhalte für die jeweilige Zielgruppe bereitgestellt werden

Was ist vor Ort los? Veranstaltungen und Freizeitangebote

Damit eine Stadt-App auch für Jugendliche attraktiv wird, muss sie Inhalte bieten, die ihren Alltag unmittelbar betreffen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Freizeit, Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten.

Sinnvolle können beispielsweise sein:

  • aktuelle Veranstaltungen und Events speziell für Jugendliche
  • eine zentrale Übersicht über Sport-, Kultur- und Freizeitangebote,

Informationen zu Ferienprogrammen und Ferienfreizeiten mit Anmeldemöglichkeiten. Dadurch wird die App nicht nur zu einer Informationsplattform, sondern auch zu einem digitalen Freizeitbegleiter, der Jugendlichen zeigt, welche Möglichkeiten ihre Stadt bietet.

Beteiligung ermöglichen: Mitsprechen, Mitmachen, Mitgestalten

Jugendliche sind zudem zunehmend politisch interessiert und gestalten das Leben vor Ort aktiv mit. Umso wichtiger ist es, ihnen frühzeitig Möglichkeiten zur Beteiligung zu eröffnen. Eine Stadt-App kann hierfür eine niedrigschwellige Plattform sein, über die junge Menschen unkompliziert mit ihrer Kommune in Kontakt treten können.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Informationen über Kinder- und Jugendparlamente, Jugendbeiräte oder Jugendforen,
  • Beteiligungsprojekte und Umfragen zu kommunalen Themen,
  • Möglichkeiten, eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen,

Digitale Beteiligung senkt die Hemmschwelle, sich einzubringen, und stärkt gleichzeitig das Gefühl, Teil der eigenen Stadtgesellschaft zu sein.

Orte für Jugendliche sichtbar machen

Neben digitalen Informationen sollte die App auch reale Begegnungsorte sichtbar machen – das betrifft sowohl ländliche Räume als auch urbane Zentren. Jugendliche profitieren davon, wenn sie schnell erkennen können, welche Angebote sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden, wie zum Beispiel Jugendzentren, oder Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Schulen.

Die App macht sichtbar, was in der eigenen Stadt passiert, und erleichtert den Zugang zu bestehenden Angeboten.

Unterstützung und Beratung: Hilfe finden leicht gemacht

Zu wichtigen Orten gehören selbstverständlich auch Hilfsangebote- und Einrichtungen. Jugendliche stehen häufig vor Herausforderungen wie schulischem Stress, familiären Konflikten, psychischen Belastungen oder Fragen rund um Ausbildung und Beruf. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, schnell und unkompliziert Hilfe zu finden. Eine Stadt-App kann hier als niedrigschwelliger Wegweiser dienen und Beratungs- sowie Unterstützungsangebote wie beispielsweise Jugendberatungsstellen, Anlaufstellen für Suchtprävention oder Krisenhilfe oder psychologische Beratungsangebote aufzeigen.

Entscheidend ist, dass diese Angebote leicht auffindbar, verständlich erklärt und möglichst ohne langes Suchen auffindbar sind.

Fazit: Digitale Beteiligung als Schlüssel

Eine moderne Stadt-App wie FRED sollte weit mehr sein als ein digitales Bürgerbüro. Sie sollte allen Generationen Mehrwerte bieten und kann Jugendliche dabei unterstützen, ihre Stadt besser kennenzulernen, Freizeitangebote zu entdecken, Hilfe zu finden und sich aktiv am kommunalen Leben zu beteiligen.

Relevante Informationen, einfache Bedienbarkeit und echte Beteiligungsmöglichkeiten schaffen einen spürbaren Mehrwert. So wird die Stadt-App zu einem digitalen Begleiter im Alltag und stärkt gleichzeitig die Identifikation Jugendlicher mit ihrer Kommune.