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FRED - der Blog

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von  Von Katharina Creß

Was macht eine Stadt-App wirklich attraktiv?

Viele Kommunen investieren aktuell in digitale Lösungen. Doch entscheidend ist nicht, ob eine Stadt-App existiert, sondern welchen konkreten Mehrwert sie im Alltag für Bürgerinnen und Bürger, aber seitens der Verwaltung sowie dem Stadtmarketing bietet. In unserer LinkedIn-Umfrage haben wir deshalb gefragt:

„Welche Funktion sollte eine Stadt-App Ihrer Kommune auf jeden Fall können?“

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Chats & Gruppen für Austausch – 33 %
  • Abfallkalender mit Push – 33 %
  • Bürgerumfragen & Mitbestimmung – 33 %
  • Mängelmelder mit Tracking – 0 %

Drei klare Prioritäten – Alltag, Austausch, Beteiligung

Die Ergebnisse zeigen ein eindeutiges Bild: Bürgerinnen und Bürger wünschen sich vor allem Funktionen, die einen direkten Alltagsnutzen bieten oder aktive Beteiligung ermöglichen.

1. Praktischer Nutzen im Alltag
Die Antwortmöglichkeit „Abfallkalender mit Push-Benachrichtigung“ erreicht 33 %. Ein klassisches Service-Feature, welches konkret Zeit spart und im täglichen Leben unterstützt. Solche Funktionen schaffen unmittelbaren Mehrwert und machen eine App regelmäßig relevant.

2. Digitale Begegnungsräume
Ebenso stark nachgefragt (33%) sind Chats und Gruppen. Der Wunsch nach Austausch zeigt: Eine Stadt-App sollte nicht nur informieren, sondern auch Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen oder Stadtverwaltung miteinander vernetzen.

3. Mitbestimmung als digitaler Standard
Auch Bürgerumfragen und Beteiligungsformate erreichen 33 %. Das unterstreicht, dass digitale Teilhabe längst kein „Nice-to-have“ mehr ist, sondern als selbstverständlicher Bestandteil moderner Kommunen wahrgenommen wird.

Und der Mängelmelder?

Auffällig ist das Ergebnis beim Add-On Mängelmelder mit Tracking (0 %).

Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Modul keine Relevanz hat. Im Gegenteil: Kommunen, die einen Mängelmelder in ihre Stadt-App integriert haben, berichten von einer regelmäßigen Nutzung.

Das Umfrageergebnis deutet darauf hin, dass der Mängelmelder aus Bürgersicht möglicherweise nicht die erste Priorität bei der Erwartung an eine Stadt-App ist. Während Service, Austausch und Mitbestimmung als direkter Mehrwert wahrgenommen werden, ist der Mängelmelder eher ein situatives Werkzeug, das bei konkretem Bedarf genutzt wird.

Kein Mehraufwand für die Verwaltung

Ein wichtiger Punkt für Kommunen: Eine moderne Stadt-App bedeutet keinen zusätzlichen Pflegeaufwand für die Verwaltung.
Die App ist über Schnittstellen mit bestehenden Systemen der Kommune verbunden (etwa mit Veranstaltungsdatenbanken, Content-Management-Systemen oder Abfallkalendern).

Das bedeutet: Inhalte, Termine oder Informationen, die bereits an zentraler Stelle gepflegt werden, erscheinen automatisch auch in der Stadt-App. Die Verwaltung muss Informationen also nicht doppelt einpflegen, sondern erreicht Bürgerinnen und Bürger lediglich über einen weiteren, besonders direkten Kanal. Für Kommunen entsteht damit eine Win-win-Situation:
Die Verwaltung kommuniziert effizienter und Bürgerinnen und Bürger erhalten Informationen, Services und Beteiligungsmöglichkeiten gebündelt an einem Ort.

Fazit

Die digitale Stadt entsteht dort, wo Information, Service und Beteiligung sinnvoll zusammenkommen.

Unsere Umfrage zeigt:
Bürgerinnen und Bürger wünschen sich Stadt-Apps, die

  • ihren Alltag erleichtern,
  • Austausch ermöglichen und
  • echte Mitbestimmung bieten.