Die European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) soll das digitale Ausweisen und den sicheren Nachweis persönlicher Berechtigungen europaweit vereinfachen. Doch wie lässt sich die Technologie in kommunale Apps integrieren? In unseren Apps wurde die Anbindung der EUDI-Wallet bereits umgesetzt und getestet. Damit schaffen wir die technische Grundlage, um digitale Identitäten künftig mit kommunalen Services zu verbinden. Entscheidend ist, daraus konkrete digitale Services für Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln.
Die EUDI-Wallet: Was kommt auf Kommunen zu?
Mit der deutschen EUDI-Wallet, die den Namen d-you trägt, sollen Bürgerinnen und Bürger künftig ihre Identität und verschiedene persönliche Nachweise digital verwalten und bei Bedarf vorlegen können, wie beispielsweise Angaben aus dem Personalausweis. Perspektivisch sollen auch weitere Bescheinigungen und Berechtigungen digital bereitgestellt werden können.
Für Kommunen eröffnet das neue Möglichkeiten, digitale Verwaltungsleistungen weiterzuentwickeln und Prozesse einfacher zu gestalten. Statt bestimmte Informationen ausschließlich über Papierdokumente oder physische Karten nachzuweisen, könnten geeignete Nachweise künftig digitalkath bereitgestellt und überprüft werden.
Damit diese Möglichkeiten im Alltag ankommen, reicht es allerdings nicht aus, die Wallet als eigenständige Lösung bereitzustellen. Sie muss in bestehende digitale Angebote und Verwaltungsprozesse eingebunden werden. Genau hier kommen kommunale Apps ins Spiel.
Welche Möglichkeiten entstehen für kommunale Apps?
Kommunale Apps bündeln bereits heute zahlreiche Informationen und Services einer Stadt oder Gemeinde. Durch die Anbindung der EUDI-Wallet können sich künftig weitere Möglichkeiten ergeben, digitale Identitäten und Berechtigungen in diese Angebote einzubinden.
Ein Beispiel: Eine Kommune möchte ihrer App einen Chat hinzufügen, der ausschließlich von volljährigen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden darf. Durch die Anbindung an die EUDI-Wallet kann die App das Alter der Nutzerinnen und Nutzer zuverlässig verifizieren – ohne dass personenbezogene Daten unnötig abgefragt werden müssen.
Weitere denkbare Anwendungsfälle sind digitale Sozialpässe oder Ehrenamtskarten. Kommunen könnten entsprechende Nachweise digital ausstellen und Bürgerinnen und Bürger könnten ihre Berechtigungen über die Wallet nachweisen, beispielsweise bei der Nutzung bestimmter Vergünstigungen.
Auch bei digitalen Verwaltungsleistungen kann die Wallet relevant sein, wenn eine verlässliche Identifizierung erforderlich ist. In Verbindung mit kommunalen Anwendungen und den jeweiligen Verwaltungsverfahren könnten so durchgängige digitale Abläufe entstehen.
Welche Anwendungen sich konkret eignen, hängt von den Anforderungen der jeweiligen Kommune, den verfügbaren Schnittstellen und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Die technische Anbindung schafft dafür eine Grundlage. Der nächste Schritt besteht darin, passende Einsatzmöglichkeiten zu identifizieren und in konkrete Services zu übersetzen.
Mit FRED jetzt schon die Wallet nutzen
Wir bei FRED beschäftigen uns bereits konkret mit der technischen Integration der EUDI-Wallet. Die Anbindung an unsere kommunalen Apps haben wir umgesetzt und getestet. Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um die Möglichkeiten der digitalen Identität in kommunalen Anwendungen nutzbar zu machen.
Für uns ist das mehr als eine technische Neuerung. Es geht darum, die EUDI-Wallet mit den digitalen Angeboten von Städten und Gemeinden zu verbinden und so neue Möglichkeiten für kommunale Services zu eröffnen.
Denn die Wallet entfaltet ihren Nutzen nicht allein dadurch, dass sie verfügbar ist. Entscheidend ist, dass sie sinnvoll in bestehende Anwendungen eingebunden wird und dort konkrete Abläufe unterstützt.
Wie geht es weiter?
Mit der bereits getesteten Anbindung der EUDI-Wallet schaffen wir bei FRED eine technische Grundlage für die Weiterentwicklung kommunaler Apps. Nun kommt es darauf an, diese Möglichkeit für konkrete Anforderungen von Städten und Gemeinden nutzbar zu machen.
Unser Ziel ist es, digitale Technologien sinnvoll in kommunale Angebote zu integrieren und Services zu ermöglichen, die Verwaltungsprozesse vereinfachen und Bürgerinnen und Bürgern einen echten Mehrwert bieten.
Die EUDI-Wallet ist ein weiterer Baustein für die digitale Kommune. Mit FRED lässt sich die technische Verbindung zu kommunalen Apps bereits heute herstellen.